Die Liedarcheologen

Gott loben mit den Christen vor uns

Du Sonne der Gerechtigkeit

1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
wie schön brichst du hervor.
Vertreibst des Todes Dunkelheit
und steigst voll Glanz empor!
Du sankest nach vollbrachtem Lauf
in finstre Gruft hinab.
Wie manche Träne floss darauf
und segnete Dein Grab!

2. Nun aber ist die off´ne Gruft
ein Ort, wo Freude schwebt.
Da Gottes Engel segnend ruft:
„Kommt, sehet, Jesus lebt!“
Welch ein Triumph! O, welch ein Held!
Wo ist der Feinde Heer?
Sie sind geschlagen und gefällt
und keiner trotze mehr!

3. Zwar schrecklicher war nie ein Krieg,
denn Tod und Leben rang.
Dem Leben aber blieb der Sieg,
dass es den Tod bezwang.
Ich lebe schon durch seine Macht
im neuen Leben hier.
Es fliehet meiner Sünden Nacht
und Christus lebt in mir.

4. Lebst Du in mir, o Gottessohn,
so ist mein Tod Gewinn!
So führst Du mich zu Deinem Thron
durch Grab und Moder hin.
Dann schau´ ich in Gerechtigkeit,
O Gott, Dich, wie Du bist.
Und sing´ im hellen Ehrenkleid
Dein Lob, Herr Jesu Christ!

  

 

Christian Gottlieb Göz 1776

 

 

 

 

 Die Liedarcheologen

 

Von dem Württemberger Pfarrer Christian Gottlieb Göz sind 36 christliche Liedtexte erhalten. In triumphierenden Worten feiert er die Auferstehung Jesu und formuliert daraus seine eigene Auferstehungshoffnung.